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Kreuzbandriss

Meist ist das vordere Kreuzband betroffen - das im Gelenk liegende Band wird bei starken Rotationsbewegungen in Kombination mit dem nach innen Kippen des Knies und starker Beugung ode Streckung zerrissen.

Die Hauptaufgabe der Kreuzbänder ist die passive Stabilisierung des Kniegelenks. Infolge eines Risses kommt es zu einer deutlichen Instabilität, akut tritt neben Schmerzen auch fast immer Schwellung auf.

Diagnose

Bei Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung sollte ein Unfallkrankenhaus, ein Facharzt für Unfallchirurgie oder ein Sportarzt aufgesucht werden. Neben manuellen Schnelltests bringt eine Magnetresonanztomografie Gewissheit, ob es sich um einen Einriss oder eine Totalruptur handelt und ob zusätzlich eine Schädigung des Meniskus und der Seitenbänder vorliegt. Eine Röntgenuntersuchung kann helfen, Begleitverletzungen auszuschließen (z.B. knöcherne Ausrisse des Bandes, Schienbeinkopfbruch etc.).

Behandlung

Es gibt zwei Behandlungsmöglichkeiten bei einem Kreuzbandriss. Für welche der beiden Therapien man sich entscheidet, sollte immer ausführlich mit Ihrem Arzt besprochen werden.
Für viele Sportarten ist eine gute Kniegelenksstabilität unerlässlich, weshalb Alter und Hobbys wichtige Parameter für den weiteren Therapieverlauf sind.

Konservative Therapie

Ist möglich, wenn die anderen Bänder intakt sind und keine schwere Meniskusverletzung vorliegt. Das Knie sollte nicht „wegknicken“ (giving way).
Die konservative Therapie besteht dann darin, durch gezielte Physiotherapie die Kniestabilität zu verbessern (Krafttraining und propriozeptives Training).

Operative Therapie

Bei einer Kreuzbandoperation – vordere Kreuzbandplastik – wird als Ersatz fast ausschließlich körpereigenes Gewebe verwendet: Sehnenteile aus dem Knie (Patellasehne) oder dem hinteren Oberschenkel (Semitendinosus). Die Operation wird minimalinvasiv durchgeführt in Form einer Arthroskopie. Mit der Physiotherapie sollte nach einer Operation stationär ab dem ersten postoperativen Tag begonnen werden; die Therapie dauert in der Regel zwischen drei und sechs Monate.
Jede Methode hat Vor- und Nachteile, für genauere Informationen wenden sie sich bitte an Ihren Arzt.

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